Vor etwa vier Jahren haben wir eine besondere Grenze überschritten: Es sind mehr „Dinge“ an das Internet angeschlossen als Menschen auf der Erde leben. Inzwischen reden wir nicht mehr nur über Smartphones, Smartgrids oder klassische Gebäude. Auch die neueste Generation von Fernsehern, die sogenannten Smart TV Geräte, werden alle mit dem Internet verbunden sein. Schon heute teilen wir sehr viele Informationen über das Netz, was besondere Herausforderungen an das Internet der Zukunft stellt. Denn nicht nur der globale Datenverkehr wird damit immer weiter steigen – auch die IP-Adressen, also jene Nummernfolgen, durch die jedes Gerät im weltweiten Netz eine einzigartige Adresse bekommt, reichen für diese neuen Anwendungsmöglichkeiten nicht mehr aus. Denn das bisherige Internet Protokoll IPv4 bietet „nur“ knapp 4,3 Milliarden Adressen.
Bereits 1998 hat sich die Internet Engineering Task Force, zu deren führenden Mitgliedern auch wir von Cisco gehören, auf das Internet Protocol Version 6 (IPv6) als das standardisierte Verfahren für die Übermittlung von Daten geeinigt. Mehr von diesem Artikel lesen
Ist Ihr Auto schon im Netz? Oder gar der Kühlschrank mit dem Internet verbunden? Ihr Mobiltelefon ist es ganz sicher, und bei Ihnen zu Hause funkt bestimmt auch ein WLAN-Router, oder? Da ist es nicht verwunderlich, dass der globale Datenverkehr massiv ansteigt, wie unser Cisco Visual Networking Index (VNI) eindrucksvoll belegt. Neuere Entwicklungen wie beispielsweise die zunehmende Zahl der mit dem Internet verbundener Fernseher (Smart TVs) beschleunigen diesen Trend zusätzlich und führen zwangsläufig dazu, dass das Volumen der weltweit umherschwirrenden Datenpakete rasant ansteigt.
Alleine in Deutschland wird der mobile Datenverkehr zwischen den Jahren 2011 und 2016 um das 21fache ansteigen. Damit wächst die mobile Datennutzung dreimal so schnell wie der Traffic über feste Leitungen, was auch damit zu tun hat, dass jeder Einwohner in Deutschland statt heute drei im Jahr 2016 mindestens fünf internetfähige Geräte im Einsatz haben wird. Unseren Berechnungen zufolge wird dann jeder deutsche Nutzer monatlich 73 Gigabyte an Daten über IP-Netze übertragen.
International betrachtet wird sich bis 2016 die Zahl der an das Internet angebundenen Geräte auf fast 19 Milliarden verdoppeln und der IP-Datenverkehr 150 Petabyte pro Sekunde betragen. Das ist in etwa vergleichbar mit 278 Millionen Internetnutzern, die gleichzeitig einen HD-Film bei einer mittleren Geschwindigkeit von 1,2 Mbit/s streamen. Auf das Jahr gerechnet ergeben sich da gigantische Summen: Auf 1,3 Zettabyte (1 Billion Gigabyte, bzw. eine Eins mit 21 Nullen) schätzen wir den globalen Datenverkehr im Jahr 2016, was einer Vervierfachung gegenüber dem Jahr 2011 entspricht. Über welche Relationen wir hier sprechen, zeigt sehr anschaulich das nachfolgende Video:
Aber nicht nur die ständig wachsende Zahl der mit dem Netz verbundenen Endgeräte trägt zum massiven Wachstum bei. Selbstverständlich eröffnet auch die fortschreitende Verbreitung von schnelleren Breitbandverbindungen den Verbrauchern Möglichkeiten, die sie vorher nicht hatten und nun immer stärker nutzen. Beispielsweise wenn es darum geht, Videos in HD-Qualität zu genießen oder ihren TV-Konsum teilweise bis ganz auf IP zu verlagern.
Wenn Sie mehr über das Thema wissen möchten, empfehle ich Ihnen ein Video, in dem sich meine US-Kollegen aus dem VNI-Team zu den aktuellen Zahlen austauschen:
Wie sind Ihre Erfahrungen im Bereich ansteigender Datennutzung? Decken sich Ihre persönlichen Erkenntnisse in Ihrem Unternehmen mit den Prognosen von Cisco? Diskutieren Sie mit uns und der Community. Wir freuen uns über den Austausch mit Ihnen.
Im Jahr 2011 haben mehr als 50 Prozent der Unternehmen mit einer Cloud-Migration begonnen und damit erkannt, dass Cloud-Lösungen und -Services ein ungeheures wirtschaftliches Potenzial bieten.
Der Trend geht hin zu einer vernetzten „World of many Clouds“, in der Nutzer jederzeit, mit jedem Gerät und von jedem Punkt auf dem Globus aus auf Cloud-Services zugreifen können. Unabhängig davon, ob es sich dabei um Private-, Public- oder Hybrid Cloud-Services handelt.
Unternehmen profitieren, neben einer Reduzierung von Kapital- und Betriebskosten, von der Möglichkeit, Ressourcen in der Cloud gemeinsam zu nutzen und Services dynamisch und bedarfsgerecht bereitzustellen. Dadurch lassen sich flexible Geschäftsmodelle realisieren, die – unabhängig vom geografischen Standort und der Größe des Unternehmens – eine schnellere und effizientere Einführung skalierbarer Services ermöglichen.
In einigen Fällen können Geschäftsanwendungen, die durch Bereitstellung, Administration und Personalkosten einst Millionen Euro gekostet haben nun für einige hundert Euro pro Monat über eine externe private Cloud realisiert werden.
Die Entscheidung für eine Cloud-Lösung wird auf Seiten der Unternehmen maßgeblich durch jene Faktoren bestimmt, die sich in erster Linie direkt auf das Umsatzwachstum und die Gewinnsteigerung auswirken:
Faktoren für ein höheres Umsatzwachstum:
Verbesserte Flexibilität, Reichweite und Skalierbarkeit
Neue Dienstleistungen und Differenzierung von Wettbewerbern, indem neue Technlogien schneller eingeführt werden können
Gewinnorientierte Faktoren:
Höhere Flexibilität, Auslastung und Effizienz im Rechenzentrum
Wenn Unternehmen mit weltweiten Standorten Cloud-Dienste einsetzen, nutzen sie zwar die gleiche Plattform, nicht aber die selben Bandbreiten.
Upload- und Download-Geschwindigkeiten sind nicht in jedem Land gleich. Das eigene IT-Netzwerk kann also noch so perfekt aufgestellt sein – ist die Breitband-Geschwindigkeit in einzelnen Ländern zu gering, können Mitarbeiter die Cloud-Dienste nur sehr eingeschränkt oder gar nicht nutzen.
Die regionalen Unterschiede in der Verfügbarkeit von Bandbreiten verdeutlich der Cisco Global Cloud Index, der die Breitbandversorgung in verschiedenen Ländern weltweit betrachtet. Eins gleich vorweg: Deutschland steht nach dieser Untersuchung sehr gut da. Mit Download-Geschwindigkeiten von durchschnittlich 18,9 Mbps und einem Upload von durchschnittlich 8,5 Mbps brauchen wir den Vergleich mit anderen Ländern nicht zu scheuen.
Unsere Studie zeigt allerdings auch, dass die aktuelle durchschnittliche Netzwerkleistung der Breitbandzugänge in Westeuropa nur herkömmliche Cloud-Anwendungen unterstützt.
Die Mindestanforderungen für erweiterte Cloud-Anwendungen:
mindestens 0,75 Mbit/s Upload-Geschwindigkeit
mindestens 2,5 Mbit/s Download-Geschwindigkeit
höchstens 50 ms Netzwerklatenz
In Westeuropa besitzen die Netzwerke aktuell durchschnittlich:
2,38 Mbit/s Upload-Geschwindigkeit
9,37 Mbit/s Download-Geschwindigkeit
72 ms Netzwerklatenz
Die wichtigsten globalen Ergebnisse haben wir Ihnen nun in einer interaktiven Grafik ansprechend zusammen gestellt. Schauen Sie selbst, wie “cloudy” einzelne Länder schon heute sind: Mehr von diesem Artikel lesen
Jedes Jahr laufen rund 10.000 Schiffe in den Hamburger Hafen ein. Egal ob es sich dabei um eine private Jolle, einen Ozeanriesen wie die Queen Mary 2 oder einen Megafrachter handelt: Jedes einzelne Schiff stellt höchste Ansprüche an ein effektives Hafenmanagement. Insbesondere die Abwicklung der Frachtschiffe war eine große Herausforderung – erst recht, wenn diese über vier verschiedene, nicht miteinander verzahnte Datennetze koordiniert werden mussten. Für die Hamburg Port Authority (HPA) Grund genug, die bislang getrennten Netze auf ein eigenes intelligentes Netzwerk als Plattform zu konsolidieren .
Sobald die Einfahrt in die Hafenregion koordiniert und der Frachter an der Kaimauer vertaut ist, muss die Fracht möglichst schnell gelöscht und das Schiff mit neuer Ladung versorgt werden. Hierfür sind LKWs und Züge auf dem 7.200 Hektar großen Gelände ständig im Einsatz und bedürfen einer entsprechenden Koordination. Bislang geschah dies mit jeweils einem autarken Netz für Radar, Bahn, Telefon und IT, was zur Folge hatte, dass auf der Wasserfläche nicht über das Netz telefoniert werden konnte und es an Land kaum Zugang zum Radarsystem gab. „Um die Kommunikation zu verbessern und die Effizienz der Arbeitsabläufe zu optimieren, wollten wir die vier Netze in ein einziges überführen“, erklärt Dr. Sebastian Saxe, CIO bei der Hamburg Port Authority.
Im Juli 2009 begann dann die Bestandsaufnahme und Planung des Projektes. An zehn Standorten auf dem Gelände wurden Knotenpunkte für das Kernnetz installiert, mit Lichtwellenleitern verbunden und die verschiedenen LANs angedockt. Dadurch entstand ein Netzwerk für ein effektives Verkehrsmanagement auf Wasser, Schiene und Straße. Die Mitarbeiter kommunizieren nun unabhängig von Standort und Endgerät über ein intelligentes Netzwerk, tauschen in einer gesicherten Umgebung Dokumente untereinander aus und teilen Informationen. Der Radar-Teil des Netzes trackt beispielweise den realen Weg der Schiffe von der Hafeneinfahrt bis an die Kaimauer in Echtzeit. Die Zugführer erfahren, wann sie welche Strecke des 300 Kilometer langen Schienennetzes befahren können. Schließlich müssen nicht weniger als 83 Eisenbahnverkehrsunternehmen aus verschiedenen Ländern koordiniert werden. „Die Entscheidung für die Cisco-Technologie stand von Anfang an fest“, sagt Sebastian Saxe. „Bei meinem vorherigen Arbeitgeber habe ich ausgezeichnete Erfahrungen mit den Lösungen gesammelt. Zudem steht Cisco als größter Anbieter in diesem Bereich für Zukunftssicherheit und aktuelle State-of-the-Art-Technologien.“
Neben Staus und Wartezeiten wurden mit Einführung des einheitlichen Netzes auch die Kosten massiv reduziert. Alleine die Betriebskosten sinken innerhalb der nächsten sieben Jahre auf ein Drittel der heutigen Kosten. Zudem werden sich die Managementkosten massiv verringern, weil nun beispielsweise eine Fernwartung für die Administration zum Einsatz kommt. Die von Cisco realisierte Lösung überzeugte nicht nur die HPA sondern auch die Jury des 11. eGovernment-Wettbewerb 2011, die das Projekt als „Bestes Modernisierungsprogramm Deutschlands“ auszeichnete. Zudem gewann das Projekt den Cisco Innovation Award 2011 in der Kategorie „Most Innovative Business Impacting Network of the Year.“ Die internationale Auszeichnung geht an aktuelle, effizient durchgeführte Technologie-Projekte innerhalb der EMEAR-Region (Europa, Afrika, Russland und Mittlerer Osten), die mit innovativen Diensten deutliche Verbesserungen bringen.
Haben Sie weitere Fragen zu diesem Projekt? Für welchen Bereich des öffentlichen Lebens würden Sie sich eine ähnliche Lösung wie diese wünschen? Diskutieren Sie mit uns hier im Blog. Wir freuen uns über Ihren Beitrag.
Es gibt viele gute Gründe für Unternehmen, die eigene IT vor äußeren Angriffen zu schützen – erst recht, wenn diese die Gelder anderer Leute verwahren. So wie die erst 1998 gegründete Bellevue Group aus dem schweizerischen Küsnacht.
Um mit dem schnellen Wachstum Schritt zu halten, entstand in der Vergangenheit eine heterogene IT-Infrastruktur, bei der Firewalling, Verschlüsselung, Spamfilter und Authentifizierung von verschiedenen Anbietern kamen. Man wollte die fachlich verschiedenen Sicherheitsanforderungen auf jeweils bestmögliche Art und Weise erfüllen, was in der Praxis aber zu Problemen und hohem Aufwand führte: „Jede Lösung hatte eine individuelle Managementphilosophie und brachte ihre eigene Benutzeroberfläche mit. Jeder Bereich erforderte unterschiedliches technologisches Know-how mit entsprechendem Schulungsbedarf. Die Handhabung der heterogenen Lösungen erwies sich im Alltag als äußerst zeitraubend und kompliziert“, so der Bellevue Group IT-Leiter Holger Schultes.
Das Schweizer Systemhaus Netcloud stellte den IT-Verantwortlichen der Bellevue Group eine homogene und übergreifende Sicherheitsarchitektur vor: die Cisco Secure-X Architektur, die das Cisco Produktportfolio zu einer umfassenden Sicherheitslösung zusammenfügt. Überzeugt hat, dass die ganzheitliche End-to-End-Security-Architektur von Cisco umfassend und auf einheitliche Weise unterschiedliche IT-Sicherheitsanforderungen adressiert. Dies steigerte nicht nur die Effizienz beim Security-Managment, sondern wird insbesondere der Tatsache gerecht, dass vormals feste Infrastrukturgrenzen in der modernen Arbeitswelt durchlässig werden – zum Beispiel, weil immer mehr mobile Mitarbeiter auf kritische Unternehmenssysteme zugreifen wollen. Mehr von diesem Artikel lesen
Rund 3.000 Besucher haben sich in diesem Jahr am 2./3. Mai auf den Weg in die O2 World in Berlin gemacht, um sich auf der Cisco Expo über die neuen IT-Trend Themen Cloud-Computing, Mobility und Video zu informieren. Für den maßgeblichen Erfolg des Events kam es Jan Roschek – Direktor Marketing Cisco Central Europe – dabei vor allem auf eines an:
„Alle müssen was mit nach Hause nehmen – nicht die Plastiktüten voller Prospektmaterial, (…) sondern neue Ideen, Anregungen und Lösungsperspektiven.“
Dass dies mit der diesjährigen Cisco Expo gelungen sein dürfte, zeigen nicht nur die vielen zufriedenen Stimmen in unserem Video.
Auch ein Rückblick auf das Programm mit den knapp 100 Fachsessions und erstklassigen Vorträgen von prominenten Gastrednern, wie z.B. dem Ökonom und Regierungsberater Dr. Jeremy Rifkin, dem Boxweltmeister Wladimir Klitschko, dem Comedian Chris Boettcher oder den inspirierenden Olympiamedaillengewinnern Edgar Itt und Lars Riedel, lassen auf zwei extrem abwechslungsreiche Tage schliessen. Dank des vielschichtigen Programms wurde nicht nur für beste Unterhaltung gesogt, sondern auch jede Menge Nährstoff für neue Impulse, kreative Denkanstöße und neue Lösungsansätze geboten.
Impressionen von der Atmosphäre vor Ort und eine Reihe kurzer Interviews in unserem Video, vermitteln Ihnen einen lebhaften Eindruck von unserem diesjährigen Networking-Event.
Während der Cisco Expo haben wir auch einige unserer Platinum-Partnern nach ihrer Einschätzung aktueller Trends befragt. Im nachfolgenden Video standen uns Vertreter der Deutsche Telekom,Computacenter, Bechtle und Dimension Data Rede und Antwort:
Für die vielen interessanten Gespräche möchten wir uns bei allen Teilnehmern und Partnern herzlich bedanken! Über weitere Themen rund um die Expo und darüber hinaus diskutieren wir gerne mit Ihnen hier im Cisco Blog. Nutzen Sie dazu einfach die Kommentarfunktion unterhalb des Artikels oder schreiben Sie uns an redaktion@external.cisco.com .
In unserem Video-Interview nimmt Michael Ganser, SVP Central European Theater bei Cisco, Stellung zu den momentan heißesten IT-Trends. “Cloud, Mobility und Video sind die drei großen Themen, die alles bestimmen”, so Michael Ganser. Zudem geht er auf die Themen “Unified Workspace”, Bring Your Own Device und Social Media Collaboration ein.
Fashion-Online-Shops boomen. Verbraucher schätzen die Bequemlichkeit, von zu Hause aus ein neues Kleid oder eine Hose zu bestellen und nach Hause liefern zu lassen. Was aber, wenn das ausgesuchte Teil nicht passt oder die Farbe nicht gefällt? Gewissheit schafft hier eigentlich nur der Gang in die Umkleidekabine – oder doch nicht? Die perfekte Sympiose aus stationärem Handel und interaktivem Online-Shopping präsentierte Cisco auf der Cisco Expo 2012 in Berlin. StyleMe ist die Umkleidekabine der Zukunft, in der Konsumenten bequem und schnell Kleidung “anprobieren” können.
Edward Westenberg, Director IBSG – Retail & CP Internet Business Solutions bei Cisco, zeigt, wie Cisco StyleMe funktioniert.
Für mich persönlich DAS Highlight der Cisco Expo 2012
Carlo Wolf, VP Europe und Deutschland-Geschäftsführer von Cisco zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des 1. Tages der Cisco Expo 2012. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung “Freedom of Choice” wurde in vielen Facetten und interessanten Keynotes durchleuchtet. Angefangen bei einer allgemeinen Einleitung zum Kernthema Wahlfreiheit in der IT, über die Fokussierung auf den deutschen Markt bis hin zu der Frage, welche Auswirkungen sich aus dem rasanten Wachstum im Bereich IT eigentlich für das weltweite Energiemanagement ergeben.